In Kleve gezeichnet.

Fast 50 Jahre lang hat sich Ben Luderer mit einer „Stadtzeichnung von Nijmegen“ beschäftigt. Nach der Bombardierung der Stadt, die Ben als Kind miterlebte, beobachtete er später die architektonischen Veränderungen der Stadt. Er beginnt das historische Stadtbild zu zeichnen: Het is een requiem voor de stad Nijmegen, sagte einmal und sammelte alles, was zur Rekonstruktion des Stadtbildes der Zeit zwischen 1876 und 1910 dienlich war. Daraus enstand über fünf Jahrzehnte hinweg eine 125 cm hohe und 450 cm lange Zeichnung, die das Stadtbild wieder entstehen läßt. Ben Luderer schenkte sie 2017 dem Museum Valkhof, als er 80 Jahre wurde.

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Ben Luderer arbeitete 31 Jahre lang bis 1998 als Dozent an der pabo (pedagogische academie voor het basisonderwijs) als Zeichenlehrer, seinem pädagogischen und künstlerischen Schwerpunkt, um Sehen zu lernen und zu lehren. “Kijken, daar gaat het om. Door te tekenen ga je beter kijken. En dan zie je de schoonheid in alles, de kleinste dingen,” ist er überzeugt.

In seinem Atelier in Ubbergen und unterwegs entstanden zahlreiche Zeichnungen, die in verschiedenen Ausstellungen gezeigt wurden: Ben Luderer, Nijmegen-Thuis-Op reis (1991), Ben Luderer, Tekeningen (1999), Mittelpunkt Kleve (2000) oder Ben Luderer, Der Rhein von Xanten bis Zaltbommel (2011).

Jan Wieger van den Berg, sein ehemaliger Schüler aus Nijmegen, brachte jetzt einige Blätter, die in Kleve, Kranenburg bzw. Kalkar entstanden sind, als Schenkungen des Zeichners Ben Luderer nach Kleve. Ben Luderer, der heute in Vlissingen lebt, habe sich gefreut, das die Klever Zeichnungen ins Klever Museum aufgenommen werden, vermittelte sein ehemaliger Schüler.

Abbildung: Harald Kunde und Anke Ehring (Museum Kurhaus) freuen sich über die Schenkung des Zeichners Ben Luderer, die Jan Wieger van den Berg (rechts) an Hubert Wanders (2.v.r.) für den Freudeskreis Klever Museen übergab. (Foto: Freundeskreis)